MUSIC

...was my first love...and it will be my last!
Mit dieser Textzeile aus John Miles unsterblichen Werk ist mein Leben auch schon erklärt.
Den wer mich kennt, oder sich kurz mit meinem Werdegang beschäftig wird merken, das ich, wenn es um Musik geht ein absoluter Nerd bin. Kriege nie genug. Egal ob´s um Show-Termine, Gear oder Technik geht. Bin auf der ewigen Jagd nach dem perfekten Song, nach der perfekten Stimmung.

Roots...bloody Roots...

Wo ich stilistisch herkomme ist mehr als offensichtlich, selbst wenn man die Bands in welchen ich gewirkt habe nicht kennen sollte, meine Wurzeln liegen tief im Hard Rock und Heavy Metal. Die wichtigsten Bands binnen meiner musikalischen Sozialisierungsphase waren damals Metallica, AC/DC, Guns ´n Roses, Aerosmith, Iron Maidon, Van Halen und was die späten 80er sonst noch so hergegeben haben. Grabe ich noch tiefer in Erinnerungen, so war meine erste Berührung mit Musik die Plattensammlung meines Vaters. Da fanden sich Schätze! Led Zepplin, The Who, Beatles, Stones ... Ja die Beatles, irgendwie muss diese großartige Musik tief in meinem Unterbewusstsein deutliche Spuren hinterlassen haben, denn selbst bei aller Härte meiner Lieblingsbands, ich stehe unheimlich auf große Melodien.. Mitte der 90er entdeckte ich dann eine ganz andere musikalische Liebe. In einer Zeit, in der Rock und Metal hierzulande so gut wie abgeschrieben war und in den Staaten gruselige Grunge-Bands die Szene dominierten, entdeckte ich die Musik von Garth Brooks. Obwohl ich für Country im weitesten Sinne eig. nichts übrig hatte, kam ich jedoch an diesen wirklich großartigen Songs und Melodien einfach nicht vorbei. Und dann kamen die Black Crowes! Die haben mich förmlich aus dem Nichts zum Hardcore-Fan gemacht. Ich sah sie damals im Vorprogram von Aerosmith.. völlig unvorbereitet.. und war total geplättet von dieser Band! Warum ich soweit aushole: Wenn man all diese Bands in einen Topf wirft und umrührt... Tja das ist MEINE Musik! Und so wie sich kein Musiker seinen Einflüssen verwehren kann, so ist es bei mir natürlich auch.

IN BETWEEN ...

tja und genau da sehe ich mich selbst stehen. Irgendwo zwischen Hard Rock und Pop, irgendwo zwischen Metal und Country/Southern Rock. Natürlich habe ich über die vielen Jahre seid ich schreibe und "performe" meine eigene Handschrift entwickelt, das war mir schließlich auch wichtig. Ich wollte nie "sein wie der und der"... Ich wollte einfach immer nur mein Ding machen. Mir ist klar, dass ich das Rad nicht mehr neu erfinden kann. Aber das ist ja auch gar nicht meine Intention. Mein Ziel ist ganz klar. Gute Songs schreiben, damit raus auf die Bühnen gehen und die Leute unterhalten. Nicht mehr. und auch nicht weniger....

Produzier mich net!!

Was hier wie eine verbale Entgleisung klingt, meine Ich wirklich ernst. In den CD-Booklets vieler meiner Kollegen ist stets zu lesen, wer da alles mitgewirkt hat, wer gemischt hat, wer den Nudelsalat für die Release-Party gemacht hat etc. Nun, ich mach eben alles lieber allein! Ob ich ein Ego-Schwein ohne Freunde bin?? Vielleicht :o)! Oder aber es liegt einfach daran wie ich arbeite, nämlich spontan und intuitiv. Die Songs entstehen zu 80 % komplett in meinem Kopf und nehmen dann in der Produktionsphase Gestalt an. Und da ich durchaus in der Lage bin die für meine Musik notwendigen Instrumente alle selbst zu spielen und obendrein ein sehr erfahrener Ton Techniker bin... naja.. mach ich eben einfach alles selbst! Mir ist klar, dass z.b. ein virtuoser Pianist oder Schlagzeuger die ganze Produktion veredeln würde oder dass ein externer Produzent mich in der Produktionsphase entlasten würde oder die Scheibe unterm Strich mehr nach "Hollywood" klingen könnte... Aber was soll´s. Am Ende des Tages ist die Weisheit eine ganz andere, eine ganz einfache. Ein guter Song ist und bleibt ein guter Song. Egal wer ihn einspielt, egal wer ihn produziert. Also warum sollte ich Kräfte, Zeit und Geld verschwenden, wenn ich einfach nur daran arbeiten will einen guten Song zu schreiben und den Moment zu konservieren...


Live is Life...

Auf der Bühne, gerade wenn ich alleine auftrete, wird genauso vor nichts halt gemacht. Ein Looper begleitet mich beim improvisieren, oder beim Sounds schichten, elektrische Sounds, akustische Sounds…. Sehr viel Spontanität und Interaktion…